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Harald Mayer |

Neue Sensoren - halten die Transformatoren gesund

Weniger Ausfälle, geringere Wartungskosten: Mit neuen Multi-Gas-Infrarot-Sensoren finden Sie schnell und präzise heraus, wie es Ihrem Trafo geht.

 

Rund um den Globus altern die Komponenten der Energiesysteme. Und das bei gleichzeitig steigendem Strombedarf. Um den Betrieb zu sichern sowie Risiken und Wartungskosten zu minimieren, wird eine effiziente, zustandsabhängige Wartung etwa der Transformatorenbestände immer wichtiger. Die Lösung: eine Online-Gesundheitsprüfung mit Hilfe der Gas-in-Öl-Analyse (DGA, Dissolved Gas Analysis). Der Siemens-Kundenservice hat dafür neue herausragende DGA-Infrarot-Sensoren für Trafos neu im Programm.

 

„Früher schickten uns die Kunden häufiger Ölproben ihrer Transformatoren, einige tun das noch immer. Die Entnahme ist nicht ganz ungefährlich. Nach der Ölanalyse wussten wir, wie es den Trafos geht und was sie brauchen“, erklärt Siemens-Produktmanager Fabian Kuder. Sein Spezialgebiet sind Sensoren. Denn auch Transformatoren sind mittlerweile im digitalen Zeitalter angekommen. Ihre schlaue Sensorik kann heute die manuellen Tests teilweise ersetzen und stellt ihnen eine lückenlose kontinuierliche Analyse gegenüber – und zwar online, nahtlos integriert ins System der Kunden.

 

Kosten sparen: Fehler entdecken, bevor sie auftreten

Schon länger hat Siemens Sensoren im Programm, die etwa den Wasserstoffanteil im Ölgemisch des Transformators feststellen. Seit Januar 2018 aber umfasst das Portfolio des Kundenservice zwei neue Produkte mit einem echten Alleinstellungsmerkmal: die Multi-Gas-Sensoren SITRAM Multisense 5 und 9. Mittels einer DGA-Methode überwachen und analysieren sie die im Öl des Transformators gelösten Spaltgase. Diese sind Nebenprodukte der chemischen Reaktionen, die durch den Zerfall von Zellulose- oder Ölmolekülen ausgelöst werden. Ihre Zusammensetzung und Veränderung kann auf Defekte oder Materialalterung im Transformator hinweisen. „Diese Veränderungen liegen oft im 1.000stel-Bereich. Unsere präzisen Multi-Gas-Sensoren erkennen sie und können so rund 50 Prozent aller möglichen Fehlerarten im Transformator schneller als bisher entdecken. Mit diesem Wissen sind wir in der Lage, sich entwickelnde Defekte zu beheben, noch bevor der Ausfall des Transformators – ein Totalschaden – droht, oder sogar Personal in Mitleidenschaft gezogen wird“, erklärt Kuder.

 

Robust und immer genau: die Messzelle

Das Besondere beider Sensoren, so Kuder, sei die ausgeklügelte nichtdispersive Infrarottechnologie (NDIR), deren Messzelle keine beweglichen Teile enthält und dadurch besonders robust ist. „Erschütterungen oder Lärm machen unseren Sensoren nichts aus“, erklärt Kuder. Aus diesem Grund können die Sensoren einfach direkt am Transformator installiert werden, benötigen keinen separaten Sockel und liefern auch unter rauen Umweltbedingungen, wie sandigen, windigen, heißen, kalten oder feuchten Umgebungen, eine hohe Datenkonsistenz. Kuder: „Es gibt wenige Multi-Gas-Sensoren auf dem Markt mit derselben Technologie, und noch weniger mit einer kompakten Bauweise, die eine Installation direkt am Transformator zulässt.“

 

Schnell: Analysedaten fast in Echtzeit verfügbar

Mit Hilfe der Online-Daten, die in nahezu Echtzeit verfügbar sind, kann der Betreiber gemeinsam mit dem Kundenservice Ausfälle seiner Transformatoren zuverlässig vermeiden und Servicemaßnahmen effizienter und nach Bedarf planen. Experten nennen das: präventive Wartung. Der Multisense 5 etwa analysiert die Feuchtigkeit im Ölgemisch sowie vier Gase (C2H2, H2, C2H4, CO). Beim Multisense 9 kommen sogar noch vier weitere Gase hinzu (C2H6, CH4, CO2, O2). Somit ermöglicht der Multisense 9 auch noch eine Frühdiagnostik: „Mit seinen Ergebnissen wissen wir sofort, ob und was eventuell im Transformator falsch läuft“, weiß Thomas Kessler, Leiter Product Lifecycle Management für Transformatoren. Aufgrund ihrer kompakten Maße lassen sich beide schnell und nahtlos ins Kundensystem integrieren und laufen wartungsfrei

 

Flexibel: digitaler und analoger Service

„Vom DGA-Sensor bis zu hochentwickelten Anlagen-Management-Systemen haben wir nun für alle Transformatorentypen und Anwendungsfälle die passenden Sensoren im Angebot“, betont Leone Lattanzio, Leiter der Abteilung Siemens Customer Services Transformers. „Wir bieten mittlerweile ein komplettes digitales Monitoring-Portfolio für Transformatoren an.“ Mit einem Lächeln fügt er hinzu: „Wer jedoch weiterhin manuell Ölproben entnehmen möchte, darf uns diese selbstverständlich auch in Zukunft gerne zusenden.“

 

Kontakt: support.energy@siemens.com

Weitere Informationen über Customer Services www.siemens.de/td-services

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