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Harald Mayer |

GIS Schaltanlagen - 50 Jahre unter Spannung

Ein effizienter Service macht’s möglich: die erste von Siemens ausgelieferte gasisolierte Schaltanlage ist noch immer in Betrieb. Damit hatte 1968 noch niemand gerechnet.

 

Die erste von Siemens ausgelieferte gasisolierte Schaltanlage (GIS) feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag in Berlin. Dank eines vorausschauenden Services und lebensverlängernder Maßnahmen kann das Umspannwerk noch weitere Jahrzehnte betrieben werden. „Wir tun alles dafür, unseren Kunden attraktive Service-Modelle zu bieten, um das Leben ihrer Anlagen zu verlängern und so Investitionskosten zu sparen“, sagt Enrico Adler Product Lifecycle Manager bei Siemens-Ingenieur.

 

Die 1960er Jahre waren nicht nur politisch voller Spannung. An ihrem Ende kamen auch die ersten mit dem Gas SF6 isolierten Schaltanlagen auf den Markt. Weder die Ingenieure noch die Kunden ahnten damals, dass ihre Pionier-Anlagen einmal 50, 60, sogar 70 Jahre alt werden könnten. Für die Innovation gab es keinerlei Erfahrungen, keine Standards. Und doch: Die erste von Siemens ausgelieferte GIS steht noch heute in Berlin und ist seit 1968 in Betrieb. 

 

30 Prozent der GIS veraltet

„Dank neuer Schaltfelder, verschiedener Retrofits wie etwa einer komplett neuen Stationsleittechnik und einem modernen Schaltfehlerschutz funktioniert das Umspannwerk auch an seinem 50. Geburtstag noch zur vollen Zufriedenheit des Betreibers“, sagt Enrico Adler, Product Lifecycle Manager bei Siemens Energy Management. Adler rechnet sogar mit weiteren 15 bis 20 Betriebsjahren für das Umspannwerk. Denn das Leben von Anlagen zu verlängern, ist sein Job. Adlers Augenmerk liegt vor allem auf gasisolierten Hochspannungsschaltanlagen und deren Bauteilen. „Rund 30 Prozent dieser Anlagen sind weltweit älter als 20 Jahre und bereit für lebensverlängernde Maßnahmen“, betont der Ingenieur.

 

Technologiewechsel lukrativ überbrücken

Die Innovationszyklen für GIS-Anlagen sind verhältnismäßig lang. Da können schon einmal 10 bis 15 Jahre vergehen, bevor eine neue Technologie den Markt erobert. Adler erklärt: „Derzeit vollzieht sich beispielsweise ein langsamer Wechsel vom SF6-Gas hin zur Vakuumtechnologie. Ein Weiterbetrieb ihrer älteren Anlange zu einem wesentlich geringeren Preis, als eine Neuanlage kosten würde, ist für die Kunden denoch sinnvoll und sehr lukrativ.“ Sie können die Zeit überbrücken und im richtigen Moment in die richtige Neutechnologie investieren.

 

Ein längeres Anlagenleben ist auch gut für die Umwelt

Der Ingenieur sieht noch einen weiteren Nutzen für die Kunden: ein Bau von Neuanlagen verursache nicht nur Investitionskosten, sondern erfordere auch Energie und wertvolle Rohstoffe wie Aluminium und Stahl. Durch die Produktion entsteht zudem eine Menge CO2. Mit Hilfe eines vorausschauenden Services sowie rechtzeitiger Modernisierung und Retrofits der älteren Anlagen entfalle dieser Aufwand, was sich positiv auf die Umwelt auswirke.

 

Kontakt: support.energy@siemens.com

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