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  • Ursula Lang 24/03/2017

    Sichere Zuckerversorgung - Schokoladenhersteller überwacht sein Zuckersilo mit Siemens-Füllstandtechnik

         

     

    Ontario/Kanada. Ein kanadischer Schokoladenhersteller, dessen Werk in Ontario auf die Produktion von Überzugsmasse für Konditoren spezialisiert ist, hatte wegen des Einsatzes alter Messtechnik immer wieder Probleme mit der Füllstandmessung im Zuckersilo. Um zuverlässigere und präzisere Messungen des  86.000 Kilogramm fassenden Silos zu erhalten, setzt das Unternehmen nun auf Messgeräte aus dem Siemens Sitrans-Portfolio. Neben genauer Messwerte überzeugen die Geräte durch einfache Montage, Robustheit und den äußerst geringen Wartungsbedarf.

        

    Schokolade besteht neben Kakao, Milch und anderen Zutaten zu einem großen Teil auch aus Zucker. Wenn dieser im Schokoladenherstellungsprozess also ausgeht, steht die ganze Produktion still. Genau das passierte einer Schokoladenfabrik im kanadischen Ontario. Der kanadische Schokoladenhersteller, der für die Produktion seiner Überzugsmasse viel Zucker benötigt, hatte für die Füllstandmessung im Zuckersilo veraltete Technik im Einsatz, was bisweilen zum Stillstand der gesamten Produktion führte. Um künftig derartige Pannen zu vermeiden, setzt das Unternehmen nun auf Füllstandmessumformer aus dem Sitrans-Portfolio von Siemens.

     

    Entweder zu viel oder zu wenig Zucker

    Das Zuckersilo der kanadischen Fabrik fasst mit seinen 15 Metern Höhe 86.000 Kilogramm Zucker. Der Zuckerstand wurde vor Einführung der neuen Technik durch Grenz(stand)schalter bestimmt – vier Schwinggabeln, die mit der Leitwarte verbunden waren. Jedoch geben Grenz(stand)schalter keine genaue Auskunft über die tatsächlich im Silo befindliche Materialmenge, da Material an den Schwinggabeln anhaften kann. In der Folge kam es gelegentlich vor, dass weniger Zucker im Silo war als die Geräte anzeigten. In anderen Fällen war mehr Zucker im Silo als an die Leitwarte gemeldet wurde. Das erhöhte das Risiko eines Silo-Überlaufs, wobei die Filter oben am Silo verstopften und dann aufwendig gereinigt werden mussten. Hinzu kamen die Kosten für die zusätzliche Lieferzeit der LKWs, die nicht vollständig geleert werden konnten.

     

    Perfekt für den Silo-Einsatz

    Die Lösung für eine präzisere und zuverlässigere Füllstandmessung lieferte Siemens. Aus Kostengründen und unter Berücksichtigung der Einsatzbedingungen entschieden sich die Werksleiter für das berührungslose Radar-Messgerät Sitrans LR560. Mit einem Öffnungswinkel von vier Grad passt das Gerät  perfekt in den schmalen Silo, und durch seine schmale Schallkeule kann der konische Siloboden wie der gesamte Silo mit einer Messgenauigkeit von einem Prozent abgetastet werden. Durch die robuste Edelstahlkonstruktion und seine Plug-and-Play-Fähigkeit eignet sich der kompakte Sitrans LR560 gut für Schüttgutanwendungen, selbst bei extremer Staubentwicklung und hohen Temperaturen bis +200 Grad Celsius. Die innovative abgedichtete Linsenantenne verhindert, dass die Messwertergebnisse durch den klebrigen Zucker verfälscht werden. Der Druckmessumformer wird bündig auf einen vorhandenen Flansch montiert und ragt deshalb nicht in den Silo hinein. Weitere Vorteile dieses abgerundeten Geräts bestehen in der einfachen Anbindung des 4-20 mA (Milliampere) Anschlusses an das Leitsystem, dem Datenzugriff in Echtzeit und dem reduzierten Wartungsbedarf. Der Leiter der Elektrotechnik in der Fabrik zieht ein durchweg positives Fazit: „Die Genauigkeit, die wir erreichen, ist besser als erforderlich.“ Dieser Erfolg blieb auch anderen Unternehmensbereichen nicht verborgen, so dass nun Interesse besteht, die Füllstandmessungslösung von Siemens an weiteren Standorten einzuführen.

     

    Bildunterschriften

    Die robuste Edelstahlkonstruktion, die Montagemöglichkeit auf einem bestehenden Flansch und der Öffnungswinkel von vier Grad machen den Sitrans LR560 zum idealen Füllstandmessgerät für Schüttgutanwendungen.

    Da die Antennen mit einer abgedichteten Linse ausgestattet sind, werden die Messergebnisse nicht durch klebrigen Zucker verfälscht.

    Durch seine kompakte Größe lässt sich der Sitrans LR560 leicht transportieren und installieren.

    Über die Einbindung des Sitrans LR560 in die zentrale Leitwarte sind die Füllstandwerte für alle Mitarbeiter in der Anlage in Echtzeit verfügbar.

     

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  • Ursula Lang 22/03/2017

    Druckfrisch: Siemens MediaService März 2017 – Neuigkeiten aus dem industriellen Umfeld

           

    Der MediaService des Monats März bietet wieder Neues zu Produkten und Anwendungen aus dem Antriebs- und Automatisierungsumfeld. Den Start macht eine völlig neue Fermenterüberwachungslösung für die Pharmaindustrie zur Messung des Sauerstoffverbrauchs lebender Zellkulturen. Anschließend geht es mit 3D-Druck in die Lüfte: Siemens unterstützt die Fertigung von Flugzeugaußen- und Innenraumteilen mittels 3D-Druck. Für „sauberen Sprit“ sorgt eine Siemens-Automatisierungslösung, die unterschiedliche Systemkomponenten bei Europas erster Multi-Energie-Tankstelle auf Wasserstoffbasis harmonisiert. Außerdem spart eine moderne Antriebslösung Energie bei der Ofenbefeuerung in der Guss-Industrie. Zudem vereinfacht die Modernisierung zweier Windgebläse eines Kupolofens das Engineering bei der Herstellung von Zylinderkurbelgehäusen, Zylinderköpfen und Kurbelwellen für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. Abschließend verbessert Siemens PLM Software die Produktivität bei der Entwicklung und Fertigung hochwertiger Komponenten und Systeme für leistungsstarke Antriebs- und Steuerungstechnik.

     

    Lesen Sie mehr:

    MediaService März

    MediaService

    MediaService Digithek zum Herunterladen der Einzelbeiträge aller Ausgaben

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  • Ursula Lang 20/03/2017

    Grüne Lösung für den Schiffbau - Siemens-Technik für Norwegische Elektrofähren

     

     

    Flakk, Rørvik/Norwegen. In Norwegens Gewässern verkehren rund 180 Fähren. Für zwei Neuzugänge der Fährschiffreederei Fosen Namsos Sjø AS, die zwischen Flakk und Rørvik fahren sollen, entwickelt und liefert Siemens eine Komplettlösung für die elektrische Antriebskraft und die Steuerungstechnik, ebenso wie die Batteriepakete. Mit dem Einsatz von Fähren mit rein elektrischem oder Hybridantrieb geht Norwegen den nächsten Schritt in Richtung Reduzierung des landesweiten Kohlenstoffdioxid(CO2)-Ausstoßes um 40 Prozent, wozu sich die norwegische Regierung verpflichtet hat.

     

    Norwegen gilt weltweit als eines der führenden Länder, wenn es um die Erzeugung und den Einsatz erneuerbarer Energie geht. Das Land generiert 100 Prozent seines Stroms aus regenerativen Quellen wie Solar- und Windenergie. So wundert es auch nicht, dass Norwegen auch bei der Motorisierung seiner Fähren zunehmend auf elektrische Antriebe setzt. Siemens lieferte bereits die elektrische Antriebstechnik für die weltweit erste rein elektrische Autofähre, die MF Ampere. In einem Folgeauftrag wird Siemens nun vier Autofähren mit Hybridantrieb ausstatten, zwei davon werden von Fosen Namsos Sjø AS betrieben und auf der 7,2 Kilometer langen Route zwischen Flakk und Rørvik an der Westküste Norwegens verkehren. Die beiden Autofähren verfügen je über eine Ladekapazität von 130 Autos und bieten dazu 390 Passagieren Platz. Der Betrieb soll 2019 aufgenommen werden.

     

    Bewährte Technologie

    Siemens setzt für die beiden neuen Fähren auf seine bewährte BlueDrive PlusC-Technologie. Die Elektro- und Antriebslösung umfasst die Fernverbindung und das Beobachtungssupportsystem EcoMain, Fernsteuerungssystem, Energiemanagementsystem sowie den Elektromotor, Schaltgeräte und Generatoren. Das integrierte Kontroll- und Automatisierungssystem ist für Fähren und die Ladestationen an Land, wo die Fähren und die Küste mit einer WLAN-Lösung beobachtet und gesteuert werden sollen. Über das Schiffsmanagementsystem EcoMain lässt sich der Schiffsbetrieb auch per Fernüberwachung optimieren. So sammelt EcoMain über verschiedenste Schnittstellen an Bord Daten der technischen Anlagen, bereitet diese einheitlich auf und stellt sie auf einer gemeinsamen Datenplattform zur Verfügung. Energieverbrauch, Emissionsausstoß, Bebunkerung mit Flüssigkeiten, Wartungspläne, Dokumenten- und Wissensmanagement und vieles mehr können so ausgewertet Energieverbrauch, Umweltverträglichkeit und Wartungszyklen optimiert werden. Die verwendete BlueDrive PlusC-Technologie wurde im norwegischen Trondheim entwickelt und basiert auf Lösungen, die für Offshore-Schiffe und gewerblich genutzte Spezialschiffe konzipiert wurden. Das bedeutet, dass diese Systeme unter sehr schwierigen Bedingungen getestet wurden und sich entsprechend bewährt haben. Herzstück des Antriebssystems BlueDrive PlusC ist der drehzahlveränderbare Generatorensatz (Gen-Set) zur Bereitstellung der notwendigen Spannung über einen breiten Frequenzbereich. So können die Dieselmotoren ihre volle Leistung an der lastabhängigen Umdrehungszahl pro Minute bringen. Zudem verfügt der BlueDrive PlusC Antrieb über ein Integrated Drive System (IDS), bei dem die Motoren und Frequenzumrichter so aufeinander abgestimmt sind, dass sie den Schiffsbetrieb wirtschaftlicher und effizienter gestalten.

     

     

     

    Zu 100 Prozent „sauber“

    Die Ökobilanz der neuen Fähren kann sich aus zweierlei Gründen sehen lassen. Zum einen fallen Abgase, Vibrationen und Lärm während des Elektrobetriebs vollständig weg, wodurch der Antrieb die Umwelt schont. Hinzu kommt, dass der verwendete Strom klimaneutral ist, da Norwegen 100 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energiequellen bezieht. Deshalb entstehen bei der Stromerzeugung keine Treibhausgase. Damit leisten die neuen Fähren einen wesentlichen Beitrag zur 40-prozentigen Reduktion des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid CO2, wozu sich die norwegische Regierung verpflichtet hat.

     

    Bildunterschriften
    In Norwegen sind rund 180 Fähren im Einsatz. Ab 2019 sollen vier weitere mit Siemens-Technik ausgestattete Hybrid-Elektrofähren dazu kommen. Damit ist Norwegen auf einem guten Weg, das von der eigenen Regierung definierte Klimaziel – Reduktion des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent – zu erreichen.

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  • Ursula Lang 17/03/2017

    Grüne Energie - Wasserkraftwerk in der Schweiz mit Siemens-Technik automatisiert

           

     

    Lützelflüh/Schweiz. Im schweizerischen Lützelflüh im Emmental wird in dem Kleinwasserkraftwerk Gohlhaus „grüner“ Strom erzeugt. Die Anlage mit einem der größten Permanentmagnet-Generatoren der Schweiz ist mit Siemens-Technik automatisiert und versorgt im Optimalfall rund 600 Haushalte mit nachhaltig gewonnener Energie. Darüber hinaus trägt das Kleinwasserkraftwerk einen wichtigen Anteil zur ökologischen Situation bei: Mit dem Fischaufstieg am Kraftwerksgebäude können die Fische nun flussauf- und -abwärts wandern.

        

    Im beschaulichen Schweizer Emmental – das auch die ursprüngliche Heimat des Emmentaler Hartkäses ist – bietet eine natürliche Schwelle in der Emme ideale Voraussetzungen für den Einsatz eines Wasserkraftwerks zur Stromgewinnung. Letztes Jahr ging deshalb unterhalb der Gohlhausbrücke in Lützelflüh das Kleinwasserkraftwerk Gohlhaus ans Netz und versorgt mit einer geplanten Jahresleistung von 2.200 Megawattstunden (MWh) knapp 600 Haushalte mit nachhaltig erzeugtem Strom. Für einen effizienten Betrieb sorgt einer der größten Permanentmagnet-Generatoren der Schweiz, der von Siemens Automatisierungs-Komponenten gesteuert wird.

     

    Zuverlässig gesteuert, einfach programmiert

    Das auffälligste Merkmal des Kleinwasserkraftwerks sind die beiden großen Wehrklappen, die zusammen mit dem Grundablass und der Spühlklappe die Emme im Emmental in der Schweiz stauen. Den so erzeugten Höhenunterschied von knapp vier Metern nutzt das Kleinwasserkraftwerk zur Stromerzeugung. Dazu leitet das Einlaufbauwerk bis zu 16 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zur Turbine. Horizontal und im Abstand von 20 Millimetern montierte Stäbe, der sogenannte Rechen, verhindern, dass Treibgut wie Holz und Blätter in die Turbine gelangen. Die Steuerung der gesamten Anlage erfolgt über eine Simatic S7-1511 und dezentrale Peripheriemodule ET 200MP von Siemens. „Wir verwenden für die Steuerung der vier Hydraulikaggregate, aller Klappen und der Lüftung dieselben Komponenten“, sagt Patric Bertschy. Er ist Techniker bei der Kobel Elektrotechnik AG, die seit 40 Jahren Steuer- und Regelanlagen für Kleinkraftwerke entwickelt. Engineert und programmiert werden die Komponenten im Totally Integrated Automation (TIA) Portal. Über einen Smart Server kann via Fernzugriff auf die Daten zugegriffen werden. „Wir können alle Werte von überall in Echtzeit ablesen und teils auch quittieren. Änderungen nehmen wir allerdings lieber vor Ort vor. So sehen wir, wie die Situation aussieht, und hören, wie Turbine und Generator klingen“, so Bertschy.

     

    Nachhaltiger Effekt

    Das Kraftwerk hat neben der nachhaltigen Stromgewinnung einen weiteren Vorteil für die Region. Durch den Fischaufstieg am Kraftwerksgebäude können Fische nun die Emme auch gegen die Strömungsrichtung überwinden. Peter Kast, Geschäftsführer der KW-Gohlhaus AG, freut sich: „Das Kraftwerk fasst zwei kleinere Schwellen zusammen. Die größere davon war für Fische ein unüberwindbares Hindernis. Nun wandern die Fische wieder flussauf- und -abwärts.“ So können Sie problemlos zum Laichen oder Fressen gelangen

     

    Infobox:

    Fische wandern flussaufwärts zum Laichen, danach flussabwärts um sich zu ernähren. Ausserdem müssen sie gelegentlich flussaufwärts schwimmen, wenn sie abgetrieben worden sind, zum Beispiel bei hohem Wasser  durch starke Regenfälle.

     

    Bildunterschriften

    Das Kleinwasserkraftwerk Gohlhaus wird mit einem der größten Permanentmagnet-Generatoren der Schweiz betrieben. Dessen Automatisierung erfolgt über eine Simatic S7-1511 von Siemens.

    Die beiden Wehrklappen sind die auffälligsten Merkmale des Wasserkraftwerks Gohlhaus, das, wenn alles nach Plan verläuft, rund 600 Haushalte mit nachhaltig erzeugtem Strom versorgt.

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  • Ursula Lang 15/03/2017

    Siemens-Pressekonferenz im Vorfeld der Hannover Messe 2017 - „Discover the value of the Digital Enterprise“

      

     

    Karlsruhe. Die Hannover Messe öffnet im April wieder ihre Tore für Fachbesucher aus aller Welt. Auf der traditionellen Siemens-Pressekonferenz im Vorfeld der Hannover Messe informierten die Divisionen Digital Factory, Process Industries and Drives sowie Energy Management über die geschäftliche und technologische Ausrichtung der Divisionen. Zudem informierten die CEOs Dr. Jan Mrosik (Digital Factory), Dr. Jürgen Brandes (Process Industries and Drives) sowie Dr. Beatrix Natter (Business Unit Transformers) über die aktuellen Produktinnovationen, die Siemens auf der diesjährigen Hannover Messe zeigt.

    Alle Pressematerialien zur Pressekonferenz – Pressemitteilungen, Bilder, Präsentationen und Live-Aufzeichnung – finden Sie in einem Presse-Feature auf unseren Webseiten zusammengefasst.

     

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  • Ursula Lang 13/03/2017

    Instandhaltung nach Maß - Automobilhersteller setzt auf leistungsbasierte Instandhaltung mit Siemens

       

    Pantnagar, Uttrakhand/Indien. Tata Motors, Indiens Marktführer im Segment von Nutzfahrzeugen, setzt bei seiner KPI (Key Performance Indicator)-basierten Instandhaltung für die Elektrik, Automatisierung, Mechanik und Antriebe im Automobilwerk in Pantnagar auf Know-how von Siemens. Damit profitiert das Unternehmen von einer leistungsbasierten Instandhaltung in den Produktionsbereichen Karosseriebau, Schweißerei und Lackieranlage sowie bei der zentralen Energieversorgung.

        

    Tata Motors, Indiens größter Automobilhersteller und Marktführer im Segment von Nutzfahrzeugen, setzt am Fertigungsstandort Pantnagar im indischen Bundesstaat Uttrakhand auf Siemens: Der Konzern war bereits an der Errichtung des Werkes, beispielsweise der Schaltanlagen, beteiligt. Auch bei der Instandhaltung entschied man sich bei Tata Motors für eine Partnerschaft mit Siemens.

     

    Die Herausforderung

    Tata Motors benötigte qualifizierte Fachkräfte für Service und Instandhaltung der hochmodernen Anlagen und Maschinen, die während des Neubauprojektes installiert wurden. Dabei ging es dem Automobilhersteller um die Optimierung der Instandhaltungskosten, das Erreichen definierter Leistungskennzahlen und eine zugesicherte Anlagenverfügbarkeit für bestimmte Produktionsbereiche – und das ohne zusätzliches eigenes Personal.

     

    Die Lösung

    Der Instandhaltungsvertrag mit Siemens basiert daher auf gemeinsam abgestimmten Kennzahlen (KPI) und legt unter anderem eine Anlagenverfügbarkeit von mehr als 98 Prozent für die Produktionsbereiche Karosseriebau/ Schweißerei, Lackieranlage sowie für die Energieversorgung und -verteilung fest. Um die vertraglich zugesicherten KPIs einzuhalten, implementierten die Siemens Instandhaltungs-Experten zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen für die Anlagenzuverlässigkeit, wie zum Beispiel eine Fehlerursachenanalyse (RCFA). Ein neu installiertes Energymanagementsystem liefert tägliche Berichte über den aktuellen Energie- und Brennstoffverbrauch, Stromunterbrechungen, Ausfallzeiten und Instandhaltungsarbeiten. Andere Kennzahlen wie Ersatzteilverbrauch oder das Verhältnis von geplanten zu durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen werden monatlich ausgewertet. Eine zustandsorientierte Instandhaltung mit Ersatzteilanalysen und Vorschlägen für die Verbesserung der Anlagenzuverlässigkeit optimiert den Aufwand für Inspektionen und Wartung sowie Ersatzteile.

     

    Fazit

    „Seit mehr als acht Jahren steht uns Siemens als zuverlässiger Partner in puncto Verbesserung der Produktivität zur Seite“, sagt N. B. Tilak, Verantwortlicher für die Anlageninstandhaltung bei Tata Motors, begeistert. Für die nächsten zwei Jahre sind weitere Aktivitäten schon in Planung, darunter verschiedene Audits und Trainings. Außerdem wurde die Instandhaltung in drei weiteren Werken an Siemens vergeben. Tata Motors profitiert dank Siemens auch von einer signifikanten Energieeinsparung, beispielsweise im Karosseriebau. Zudem erhält das Unternehmen bei der Identifizierung von kritischen Bereichen. Viele vorgeschlagene technische Verbesserungen wurden in der Lackieranlage und im Karosseriebau umgesetzt. Die Anlagenverfügbarkeit und die Termintreue bei der Instandhaltung übertreffen sogar die Zielvorgaben.

     

    Bildunterschriften

    Die Mitarbeiter von Tata Motors können sich, dank der Siemens-Instandhaltungsexperten, ganz auf ihre Kernaufgabe,den PKW-Bau, konzentrieren.

    Mitarbeiter bei Feierlichkeiten der „Safety Week“ – Sicherheit gehört zu den definierten Kennzahlen bei Tata Motors.

     

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  • Ursula Lang 10/03/2017

    Anforderungen erfüllt - Selektivitätsmodule nach NEC Class 2 zertifiziert

     

    Nürnberg. Die neuen Selektivitätsmodule Sitop PSE200U sind nach dem US-Standard National Electrical Code (NEC) Class 2, für Elektroausrüstungen klassifiziert worden. Durch den Einsatz der NEC Class 2 zertifizierten Produkte reduziert sich der Aufwand bei Verdrahtung und Montage sowie bei der Abnahme einer Maschine oder Anlage für den US-amerikanischen Markt.

     

    Die neuen nach NEC Class 2 zertifizierten Module zur elektronischen Überwachung von 24-Volt-Steuerstromkreisen begrenzen die Leistung je Ausgang auf 100 Voltampere. Je Selektivitätsmodul können vier Steuerstromkreise mit einstellbarem Ausgangstrombereich von 0,5 bis 3 Ampere realisiert werden. Die 24-Volt-Einspeisung kann mit jeder 1-, 2- oder 3-phasigen Sitop Stromversorgung erfolgen. Ein Selektivitätsmodul Sitop PSE200U überwacht bis zu vier 24-Volt-Verbraucherabzweige auf Überlast und Kurzschluss. Es erkennt unabhängig von Leitungslängen und Leitungsquerschnitten auch geringe Überlasten sowie „schleichende“ Kurzschlüsse und schaltet den Ausgang mit dem fehlerhaften Pfad stromlos. Damit können alle anderen Abzweige, die nicht vom Fehler betroffen sind, weiterhin sicher mit Strom versorgt werden. Für die Ferndiagnose stehen Varianten mit Summenmeldekontakt und mit Einzelkanalmeldung zur Verfügung.

     

    Kunden profitieren

    Die Vorteile, die sich durch die Klassifizierung für den Nutzer ergeben, sind vielfältig. Zum einen reduziert sich der Verdrahtungsaufwand und die Kosten bei der Abnahme durch einen Steuerstromkreis nach NEC Class 2. Zum anderen ergibt sich in Verbindung mit den NEC Class 2 zertifizierten Selektivitätsmodulen, dass eine leistungsstarke 24 Volt-Stromversorgung durch viele kleine NEC Class 2-Netzgeräte ersetzt werden kann. Dadurch verringern sich sowohl der Platzbedarf als auch der Montageaufwand. Zudem ermöglicht die kontinuierliche Statusmeldung der Abzweige im Fall der Fälle eine schnelle Fehlerortung. Über nur einen digitalen Eingang lassen sich die Statusinformationen der Selektivitätsmodule mit Einzelkanalmeldung einfach in eine bestehende Simatic S7 einbinden. Die Auswertung erfolgt durch kostenlose Funktionsbausteine für Simatic S7-1500/1200/300/400 für Step 7 und das Engineering Framework TIA Portal. Damit ist die Integration in die S7-Diagnose und übergeordnete Leit- oder Bedien- und Beobachtungssysteme einfach möglich.

     

    Bildunterschrift

    Sitop-Geräte erfüllen jetzt den US-Standard NEC Class 2

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  • Ursula Lang 08/03/2017

    Investieren mit einem deutlichen Wert - Spezialisierte Projektierungs- und Beratungsfirma setzt Femap-Software für Baukonstruktionsanalysen ein

     

         

     

    Southampton/Vereinigtes Königreich. Longitude Engineering, Mitglied der Unternehmensgruppe LOC (London Offshore Consultants), ist eine spezialisierte Projektierungs- und Beratungsfirma, die maritime Konstruktionen und Analysedienstleistungen für die Bereiche meerestechnische Konstruktionen, Offshore, erneuerbare Energie, Verteidigung und andere bietet. Zur Sicherung durchgängiger Standards in der Projektierung setzt Longitude Engineering Femap-Software vom Product Lifecycle Management-Spezialisten Siemens PLM Software ein. Da die Softwarelösung in der gesamten Unternehmensgruppe eingesetzt wird, minimiert die Firma damit die Kosten der neuen Software, maximiert die weltweite Zusammenarbeit und steigert die Expertise, Effizienz und das Tempo während des gesamten Projektierungsprozesses.

        

    Die LOC (London Offshore Consultants) Group ist eine anerkannt führende Unternehmensgruppe auf dem Gebiet der Risikominimierung in der Schifffahrt und in Offshore-Energieanlagen. Sie konzentriert sich auf den Transport und die Konstruktion im meerestechnischen Umfeld und bietet technische Beratungsleistungen bei Unfällen oder in Streitfällen. Entscheidend ist die Fähigkeit, die Leistungsfähigkeit unter verschiedenen Umständen vorhersagen zu können, gerade wenn es um Baukonstruktionen und die Analyse von Offshore-Strukturen geht. Dies ist das Fachgebiet von Longitude Engineering, Mitglied der LOC Group, das als Teil seiner Kernleistungen Widerstandskraft, Ermüdung und Schwingung in festen und schwimmenden Strukturen bewertet. Ein Großteil des Projektierungsaufwands für ein meerestechnisches Projekt ist einzigartig oder wird für eine spezifische Projektanforderung angepasst. Deshalb sind die Werkzeuge zur Analyse der Leistungsfähigkeit und Festigkeit kritisch, und Longitude Engineering setzt auf Femap-Software von Siemens PLM Software. „Wir setzen Femap ein, weil das eine bewährte Software mit einem zuverlässigen Frontend ist, dem wir vertrauen“, erläutert David Bignold, Direktor bei Longitude Engineering.

     

    Effizienz im globalen Team

    Mit 35 Büros weltweit hat LOC Zugang zu vielen potenziellen Märkten, obwohl die durch Femap abgesicherte spezialisierte Fähigkeit zuerst auf nur einen der vielen Standorte von Longitude Engineering beschränkt war. „Da bestand eine wirklich riesengroße Chance, unsere Projektierungsfähigkeiten zu stärken“, so Bignold. „Entscheidend schien mir, den Einsatz der Femap-Software zu erweitern und zu fördern. Allerdings war es schwierig, dafür einen Business Case auf dem traditionellen Modell aufzubauen, das namentliche Userlizenzen für spezifische Standorte vorsieht. Siemens PLM Software und unser Partner TEAM Engineering präsentierten uns die perfekte Lösung.“ Lizenzen stehen in einem ausgedehnten Netzwerk in fünf verschiedenen Zeitzonen zur Verfügung, und Berater auf der ganzen Welt können nun auf Femap standardisieren, weil LOC für die Konnektivität über alle Server und die Verwendung der Femap-Software auf den Computern der Ingenieure sorgt. Das bedeutet für die Mitarbeiter von LOC weltweit, dass sie nach dem ‚Follow-the-Sun-Prinzip‘ effizient arbeiten können. Weil es keine fixen Gemeinkosten für die Femap-Nutzung gibt, besteht der große Anreiz, auf eine Lizenz für jede erforderliche Analyse zuzugreifen. „Das ist eine sehr kosteneffektive Lösung“, sagt Bignold.

     

    Bedienerfreundlich und trotzdem leistungsstark

    Einer der herausragenden Vorteile von Femap ist für Bignold die Benutzerfreundlichkeit. Zur Konstruktionsanalyse, die Longitude durchführt, gehören typischerweise die Bewertung von Belastung, Biegung, Schwingung und Ermüdung in Strukturen, von der Analyse einer einfachen Struktur, die händisch berechnet wird, bis hin zu vollständigen globalen Analysen, für die Frequenz- und Zeitdomänenmethoden eingesetzt werden. Die Berechnung eines lokalen Modells zum Beispiel, ein einziges Bauteil in einem Schiff, kann zwischen einer Minute und einer halben Stunde dauern. Der Durchlauf eines globalen Modells zur Bewertung eines ganzen Schiffes braucht nur zwei oder drei Stunden. Selbst eine komplexe nichtlineare Analyse kann innerhalb von 12 Stunden abgeschlossen werden. Longitude Engineering setzt unterschiedliche Konstruktionssoftware im Industriestandard ein. Weil die Strukturen, die die Firma entwirft, relativ einfach sind, arbeiten ihre Ingenieure in 2D und erstellen die Zeichnungen für die Lieferanten, die die Strukturen erstellen. Da Femap vor allem umfassende Analysen in 3D durchführt, können die Nutzer innerhalb von Femap ihre Modelle von 2D auf 3D umstellen oder komplette 3D-Modelle importieren.

     

    Bildunterschriften

    Longitude Engineering, Mitglied der LOC Group, setzt Siemens PLM Software ein, um seine effiziente weltweite Zusammenarbeit für das Geschäftswachstum zu optimieren.

    Mit Femap stärkt Longitude Engineering seine Fähigkeiten, die Leistung insbesondere im Blick auf die Baukonstruktion und die Analyse der Offshore-Strukturen vorhersagen zu können.

    „Wir setzen Femap ein, weil das eine bewährte Software mit einem zuverlässigen Frontend ist, dem wir vertrauen“, erläutert David Bignold, Direktor bei Longitude Engineering.

    Weil es keine fixen Gemeinkosten für die Femap-Nutzung gibt, besteht der große Anreiz, auf eine Lizenz für irgendeine erforderliche Analyse zuzugreifen.

     

     

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  • Ursula Lang 06/03/2017

    Kohlenstoffdioxid-Recycling - Forschungspilotanlage zur Herstellung von „grünen Baustoffen“ aus CO2

       

    Newcastle/Australien. Das australische Start-up Mineral Carbonation International (MCi) forscht an einer Kohlenstoffdioxid(CO2)-Speichertechnik mittels Mineralkarbonisierung. Dazu untersucht das Unternehmen gemeinsam mit anderen Firmen im Rahmen eines Joint Venture die gesamte Verarbeitungskette. Ziel ist es, das Abfallprodukt abgeschiedenes CO2 als Rohmaterial für die Produktion von „grünen“ Bauprodukten einzusetzen, um damit den globalen CO2-Ausstoß zu senken. Die weltweit erste Forschungspilotanlage dafür ist an der University of Newcastle (UON) angesiedelt. Um das notwendige hohe Maß an Automatisierungs- und Prozesssicherheit der Anlage zu gewährleisten, setzt MCi beim Distributed Control System (DCS) auf das Prozessleitsystem Simatic PCS 7 von Siemens.

     

    Kohlenstoffdioxid (CO2) gilt als einer der wichtigsten Faktoren, die für den Treibhauseffekt und die globale Erwärmung verantwortlich gemacht werden. Das australische Start-up Mineral Carbonation International (MCi) hat es sich gemeinsam mit der GreenMag Group, Orica – weltgrößter Lieferant von gewerblichen Sprengstoffen und führend bei Minen, Chemikalien wie Düngemitteln und Services  – sowie der University of Newcastle, Australien (UON), als Joint Venture zur Aufgabe gemacht, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der mineralischen Karbonisierung als nachhaltige industrielle Lösung für die Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO2 nachzuweisen. Die weltweit erste Forschungspilotanlage für die Mineralkarbonisierung steht seit 2013 in der UON. Für die Automatisierung der Anlage kommen Technik aus dem Simatic PCS 7-Portfolio und Sinamics G120 Frequenzumrichter von Siemens zum Einsatz.

     

    Bewährte Automatisierung

    Um das Pilotprojekt zu fördern, erhielt das Joint Venture von den Regierungen und Orica ein umfangreiches Forschungsstipendium. Damit ist es MCi möglich, Know-how zu schaffen und zu lizensieren, mit dem abgeschiedenes CO2 als Rohmaterial für umweltverträglich gefertigte Produkte wie Zement und Gipsplatten nutzbar gemacht wird. Durch diese Wertschaffung werden die Kosten für den Transformationsprozess gedeckt. Damit hat die Technologie sowohl aus wirtschaftlicher als auch ökologischer Sicht das Potenzial, die Kohlenstoffkette in Form eines Kreislaufes ohne schädliche Abfälle zu schließen. In der Pilotanlage wird abgeschiedenes CO2 aus der Produktion von Ammoniumnitrat, Bestandteil von Düngemitteln und gewerblichen Sprengstoffen, zur Herstellung von festem Carbonat und amorphem, also nichtkristallinem Silizium genutzt. Neben der Forschung zur Skalierbarkeit von Prozessen der Mineralkarbonisierung für die Industrie geht es auch um die Entwicklung von neuen CO2-Speichertechnologien, die rentabel und in großem Umfang anwendbar sind. Dafür ist die Pilotanlage mit einem Highend-DCS (Distributed Control System) ausgestattet, das den hohen Ansprüchen an Automatisierungs- und Prozesssicherheit der Anlage gerecht wird: die Simatic PCS 7 von Siemens mit ihrer skalierbaren Architektur und den leistungsfähigen Engineering-Tools, wodurch MCi auch mit Blick auf den Ausbau der aktuellen Basistechnologie flexibel bleibt. Die DCS-Hardware setzt sich zusammen aus zwei Simatic PCS 7 Box-PCs mit PCS 7 V8.1 SP1 OS Runtime und elf Sinamics G120-Frequenzumrichtern für die Steuerung der verschiedenen Behälterrührwerke und des Hochleistungs-Mahlwerks. „Das Simatic PCS 7-System ermöglicht uns, alle Schritte unserer Umsetzung eng zu überwachen und zu steuern und bietet uns darüber hinaus die Möglichkeit, alle Prozessdaten aufzuzeichnen, die für eine detaillierte Analyse der Energiebedarfe und der gesamten Prozessleistung erforderlich sind,“ erklärt Jan-Dirk Prigge, Program Manager von MCi.

     

    Für eine saubere Zukunft

    Die bisherigen Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Mineralkarbonisierung bei weiteren Prozessoptimierungen durchaus zu einer wirtschaftlich sinnvollen Methode des „CO2-Recyclings“ werden kann, um letztlich den CO2-Ausstoß der Industrie und die globale Erwärmung zu verringern und den Weg für eine saubere Energiezukunft zu bereiten.

     

    Bildunterschriften

    Ein australisches Joint Venture erforscht die Herstellung „grüner“ Bauprodukte wie Zement oder Gipsplatten aus abgeschiedenem CO2

    In der weltweit ersten Pilotanlage zur Mineralkarbonisierung von CO2 wird abgeschiedenes CO2 aus der Ammoniumnitrat-Produktion zur Herstellung von festem Carbonat und amorphem Silizium genutzt.

    Das Prozessleitsystem Simatic PCS 7 von Siemens stellt sicher, dass die hohen Anforderungen an die Automatisierungs- und Prozesssicherheit erfüllt werden.

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  • Ursula Lang 03/03/2017

    Optimaler Mix - Effizienter Brecherantrieb aus Standard- und Individual-Komponenten

      

     

    Dülmen. Die Hazemag & EPR GmbH (Hazemag) aus Dülmen gehört zu den führenden Unternehmen, wenn es um den Bau von Zerkleinerungsanlagen geht. Für den Retrofit eines Kalkstein-Zerkleinerungswerks in Frankreich entwickelte das Unternehmen den Hazemag Center-Sizer-Brecher HCS 1020 mit zwei gegenläufigen Walzen. Für den Antrieb setzte das Unternehmen auf integrierte Antriebstechnik (Integrated Drive Systems IDS) inklusive zweier Stirnradgetriebe von Siemens. Der große Vorteil dieser Lösung ist die Kombination aus Standardkomponenten und individuellen Elementen, die Wartung und Engineering vereinfacht und die Lieferzeiten verkürzt. 

     

    Wenn es um Zerkleinerungsanlagen für die industrielle Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen geht, können die Spezialisten der Hazemag & EPR GmbH (Hazemag) aus Dülmen südwestlich von Münster auf die Erfahrung aus 170 Jahren Firmengeschichte zurückblicken. Neben den Zerkleinerungswalzen spielen bei diesen Maschinen vor allem die Getriebe eine entscheidende Rolle, da die Getriebelösungen meist sehr komplex sind und lange Lieferzeiten haben. Anders bei einem Retrofit-Projekt in Frankreich, bei dem ein in die Jahre gekommener Backenbrecher durch einen Center-Sizer-Brecher (HCS) mit Integrated Drive Systems (IDS) von Siemens ersetzt wurde.

     

    Optimale Steingröße und hoher Durchsatz

    Die Aufgabe für Hazemag bestand darin, eine Lösung zu entwickeln, die eine höhere Leistungsfähigkeit hat und zugleich in der Lage ist, die geometrische Form und Größe der Kalksteine nach dem Brechen auf durchschnittlich 90 Millimeter zu optimieren. Sind die Steine nämlich zu klein (kleiner als 40 Millimeter), werden sie ausgesiebt. Sind sie zu groß (sogenanntes „Überkorn“), kann der Prozess der Kalzinierung im Ofen nicht abgeschlossen werden. Die Kalzinierung ist ein chemischer Prozess, bei dem feste Stoffe erhitzt und damit entwässert oder zersetzt werden. „Mit unserer Lösung konnten wir den Feinanteil im Brechprodukt um fünf Prozent reduzieren und auch das ‚Überkorn’ deutlich begrenzen“, freut sich Jochen Emmerich, verantwortlich für die Center-Sizer-Brecher bei Hazemag. Die HCS-Lösung, bei der Standardtechnik und individuelle Elemente kombiniert wurden, besteht aus zwei zur Mitte gegenläufigen, 37 Mal pro Minute rotierenden Walzen und einem IDS inklusive zweier H3SH-Stirnradgetriebe von Siemens. Die Walzen haben einen Durchmesser von einem Meter und sind zwei Meter lang. Damit schafft der HCS 1020 einen Durchsatz von rund 700 Tonnen Kalkstein pro Stunde. Verbaut wurde hier zum ersten Mal bei Hazemag für die Getriebegröße H3SH15 ein ungeteiltes geschweißtes Stahlgehäuse, wodurch sich die Gesamtsteifigkeit erhöht und die Gefahr von Leckagen reduziert wird. Zudem ist das Gehäuse kompakter als die geteilte Variante, was aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse notwendig war. Zusätzlich erhielt das Stahlgehäuse ein verkürztes Heckmaß, um den vorgegebenen Achsabstand von nur 850 Millimetern einhalten zu können. „So konnten wir die Stirnradgetriebe mit einem Abstand von wenigen Zentimetern zueinander platzieren, was die Gesamtkonstruktion des HCS spürbar vereinfacht“, erklärt Emmerich.

     

    Zukunftsfähig aufgestellt

    Ein weiterer entscheidender Vorteil dieser Getriebelösung ist der Einsatz von Standardkomponenten, die individuell an die Kundenbedürfnisse angepasst wurden. Das so bei Hazemag entstandene Baukastensystem kann ohne großen Aufwand – sprich mit geringen Engineeringkosten und kurzen Lieferzeiten – für andere Brecherkonfigurationen übernommen werden. Standardisiert wurde auch die Anbindung der Drehstromasynchronmotoren. Sie sind über eine eigens entwickelte Motorlaterne am Getriebegehäuse angeschraubt, wodurch die Konstruktion besonders wartungsfreundlich ist. Die Übertragung des Drehmoments der Motoren auf die Stirnradgetriebe erfolgt über eine Siemens-Strömungskupplung vom Typ Fludex FGD 565. Die hydraulischen Kupplungen dämpfen Belastungsspitzen, ohne das Drehmoment und damit die Brecherleistung zu reduzieren. So vermeiden sie Beschädigungen am Antriebsstrang durch die hohe kinetische Energie der Motoren und kurzzeitige Blockierungen während der Brechvorgänge. Hierzu wird das Kippmoment der Motoren genutzt, das beim in Frankreich eingesetzten HCS kurzzeitig bis zum 4,4-fachen des Nenndrehmoments erreichen kann. „Durch diesen Systemaufbau sparen wir uns riesige Schwungscheiben, wie sie andere Brecher brauchen“, so Emmerich. Sein Fazit: „Aufgrund der standardisiert aufgebauten Gesamtgestaltung dieser Getriebelösung können wir ohne großartige konstruktive Neugestaltungen noch größere Brecher bauen.“ Man könne demnach Center-Sizer-Brecher mit Walzendurchmessern von 1,30 Metern und Walzenlängen von vier Metern problemlos realisieren, womit das Unternehmen bestens aufgestellt sei für die Zukunft.

     

    Bildunterschriften

    Bei der Hazemag & EPR GmbH in Dülmen wurde für einen Kalkstein verarbeitenden Betrieb in Frankreich ein Center-Sizer-Brecher gebaut, der dort einen in die Jahre gekommenen Backenbrecher ersetzt.

    Die von Siemens gelieferte Antriebslösung entspricht dem Prinzip der Integrated Drive Systems (IDS). Strömungskupplungen dämpfen dabei Stöße, damit das Getriebe und die Brecherwalzen im rauen Alltagsbetrieb keinen Schaden nehmen.

    Durch den kompakten Aufbau der H3SH Stirnradgetriebe von Siemens konnte ein Achsabstand an den Walzen von 850 Millimetern realisiert werden.

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