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Ursula Lang |

IFAT 2018, Halle A1 /Stand 439 - Wasser 4.0: Neue Leitzentrale bei Wiener Wasser

 

  • Siemens realisiert europaweit eines der ersten Digitalisierung-Projekte in der kommunalen Trinkwasserversorgung
  • Fokus auf hohe Ausfallsicherheit und Effizienz

 

 

Wien, Österreich/München, Deutschland. Die Magistratsabteilung 31 – Wiener Wasser versorgt mit über 103.000 Anschlussleitungen die österreichische Bundeshauptstadt mit Trinkwasser, das über die I und II Hochquellenleitung nach Wien gelangt. Ende 2017 nahm – nach einer etwa zweijährigen Planungs- und Bauphase – der von Siemens realisierte neue Leitrechner in der Zentrale den Betrieb auf. Der Leitrechner steuert und überwacht das 3.000 Kilometer umfassende kommunale Wasserversorgungsnetz, sowie sämtliche Anlagen und Kraftwerke entlang der I und II Hochquellleitung. Im Zuge der Arbeiten wurden auch die zugehörige Netzwerk -und Fernwirktechnik erneuert. In der Betriebszentrale von Wiener Wasser kommen sämtliche Messdaten und Informationen aus dem weitverzweigten Leitungsnetz zusammen und werden dort entsprechend verarbeitet. Die Inbetriebnahme der neuen Leitzentrale ist ein wesentlicher Schritt in Richtung einer digitalisierten Wasserversorgung.

 

Versorgungssicherheit Wiens steht an oberster Stelle

„Die sichere und kontrollierte Versorgung jedes Haushalts zu jeder Tages- und Jahreszeit mit dem besten Lebensmittel ist der klare Auftrag der Stadt“ betont DI Dr. Wolfgang Zerobin, Betriebsvorstand der MA 31 – Wiener Wasser: „Der heutige Stand der Technik macht die Versorgung wesentlich sicherer, als dies früher der Fall war. Und sie gestaltet Prozesse im Zuge der Verteilung des Trinkwassers für unsere Mitarbeiter deutlich klarer und transparenter. Die Prozesse und damit das Detailwissen beginnen mit der Digitalisierung zu leben.“ Die neue Leittechnik wurde diesen hohen Anforderungen entsprechend konzipiert und realisiert: Über das verteilte Leittechnikkonzept können sämtliche Steuer- und Überwachungsfunktionen von verschiedenen Stellen im Bedarfsfall übernommen werden. Das so entstandene Netzwerk sowie die Implementierung hochmoderner Ausfallkonzepte, einer katastrophensicheren Bedienung und redundanter Server sichern die Trinkwasserversorgung der Metropole Wien bestmöglich ab. 

 

Digitalisierung als Grundstein für neue Infrastrukturprojekte

Mit dem neuen Leitrechner hat die Stadt Wien einen großen Schritt in Richtung „Wasser 4.0“ gesetzt. Gemeinsam mit der EDS 4.0 GmbH (European Digital Services) wurde im Zuge des Projektes das Digitalisierungskonzept umgesetzt. Mit Hilfe des Life-Cycle-Engineering-Tools Comos wurden alle EMSR Komponenten bereits in die Planungs- und Engineeringphase integriert und die Anlageninformationen in der zentralen Datenbank gespeichert. Sie stehen damit auch für weitere Anwendungen zur Verfügung. Das Scada-System WinCC OA (Open Architecture) stellt im Verbund mit dem Telecontrol-System Sinaut ST-7 und den bewährten Simatic S7-300-Steuerungen Redundanz und Hochverfügbarkeit sicher. Das Fernwirksystem Sinaut ST-7 steuert sichere Verbindungen über unterschiedliche Kanäle. So können Datenleitungen zu den sogenannten Sub-Zentralen redundant und hochverfügbar ausgeführt werden. Im Zuge der Umsetzung des Projekts wurde eine umfassende Dokumentation samt einheitlicher Rückdokumentation der Bestandsanlagen auf Basis Comos durchgeführt. Diese dient nicht zuletzt der Konservierung von Expertenwissen. „In Zukunft sind auf Basis dieser Datenbank Netzwerksimulationen und hydraulische Analysen für weiterführende Anwendungen realisierbar“, beton Ing. Mag. Gottfried Blumauer, Leiter des Wasser/Abwasser-Geschäfts bei Siemens CEE. 

 

Bildunterschriften

Wasser 4.0: Die von Siemens realisierte neue Leitzentrale der MA 31steuert und überwacht das 3.000 Kilometer umfassende Wiener Wasserversorgungsnetz, sowie sämtliche Anlagen und Kraftwerke entlang der I und II Hochquellleitung.

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